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60 % Frauen

geschrieben am Donnerstag, den 9. September 2010, von André

Aus dem Bericht zum Gleichstellungsplan 2008 der Leibniz-Universität Hannover:

Juristische Fakultät

[...]

Der Anteil der Frauen bei den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen liegt also insgesamt bei 60 %.

Den anderen 40 % möchte ich lieber nicht begegnen…

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Sich bemühen werden

geschrieben am Freitag, den 30. Juli 2010, von André

Die Mitarbeiter des Hotels Alpenhof in Markneukirchen im Vogtland geben sich viel Mühe mit den Fomulierungen auf der Homepage:

Dass Ihr Aufenthalt eine angenehme Erinnerung in Ihrem Gedächtnis prägt, werden sich das Alpenhofteam um Sie bemühen.

Okay, hat nicht ganz geklappt. 8O

Dafür war das Zimmer aber super. Und das Frühstücksbuffet auch.

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Beiderlei

geschrieben am Mittwoch, den 31. März 2010, von André

Aus der Satzung des FC Schwalbe:

§ 4 Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person beiderlei Geschlechts werden. [...]

Dabei wäre ich so gerne beigetreten…

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Ein Franzose in Potsdam

geschrieben am Montag, den 18. Mai 2009, von André

Dieses Schild weist auf den Sommergarten eines russischen Cafés in Potsdam hin:

Geradeaus

Bin ich der Einzige, der das Schild fünfmal lesen muss, bis er kapiert, dass der Besitzer des russischen Cafés kein Franzose ist, dessen Vorname offenbar mit dem Namen “Gerard” verwandt ist?

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Suchen und ersetzen

geschrieben am Donnerstag, den 12. März 2009, von André

Vorsicht! Der exzessive Gebrauch der Funktion “Suchen und ersetzen” kann ihre Dokumente entstellen.

FeRdnrsehlexikon

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Jura-Häppchen: Milch leihen

geschrieben am Dienstag, den 10. März 2009, von André

ParagraphAuch wenn man es selbst noch nicht erlebt hat, so ist folgende klischeehafte Szene wohl doch jedem bekannt:

Es klingelt an der Tür. Dort steht die schusselige Nachbarin, bekleidet (unter anderem) mit einer Küchenschürze. “Könnten Sie mir vielleicht einen Liter Milch leihen? Ich bin gerade dabei, Kuchen zu backen und habe keine Milch mehr im Haus.”

Jeder spitzfindige Jurist, also jeder Jurist, wird dieses Ansinnen natürlich brüsk zurückweisen. Warum sollte man der Dame einen Liter Milch leihen? Was hat das mit Kuchenbacken zu tun? Ein Buch würde man ihr vielleicht leihen, aber doch keine verderbliche Ware – nachher ist die Milch schon sauer, wenn man sie zurückerhält!

Wer jetzt nur Bahnhof versteht, möge sich belehren lassen:

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Jura-Häppchen: konkludent

geschrieben am Samstag, den 7. März 2009, von André

ParagraphEs gibt wenige Dinge, durch die man Juristen so zweifelsfrei identifizieren kann, wie dadurch, dass sie sich – als einzige Spezies – in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen des Wörtchens “konkludent” bedienen. Selbst wenn sie sich bemühen, auf ihre Mitmenschen Rücksicht zu nehmen und beim geselligen Beisammensein von der Diskussion rechtlicher Probleme weitestgehend abzusehen, so ist ihnen besagtes Wort dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, dass es ihnen schlichtweg unmöglich ist, gänzlich auf seine Verwendung zu verzichten.

Erst die irritierten Blicke der anwesenden Laien veranlassen den Juristen dann, sich um eine allgemeinverständliche Wortwahl zu bemühen, woran er gelegentlich jedoch scheitert. Dabei ist die Bedeutung des Wortes “konkludent” schnell erklärt:

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Rotlichtphysik

geschrieben am Freitag, den 6. März 2009, von André

Wenn man in Vorlesungen mitschreiben will, muss es oft schnell gehen. Während man noch schreibt, redet der Dozent schon über das nächste Thema und man verpasst die Hälfte. Da hilft es, wenn man für häufig wiederkehrende Begriffe Abkürzungen verwendet: “Ww.” statt “Wechselwirkung”, “em.” statt “elektromagnetisch”, “RTM” statt “Rastertunnelmikroskop”.

Nur ein Begriff bereitet mir Kopfzerbrechen.

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Das große Eszett

geschrieben am Samstag, den 28. Februar 2009, von André

Durch Zufall habe ich herausgefunden, wie ich auf meiner Tastatur ein großes Eszett erzeugen kann: Feststelltaste+ß.

Moment… Großes Eszett? Gibt es das überhaupt? Nach den offiziellen Rechtschreibregeln zwar noch nicht, doch wurde der Buchstabe Anfang 2008 in den internationalen Unicode-Standard für Computerzeichensätze aufgenommen. Es besteht nämlich durchaus Bedarf für dieses Zeichen, wenn man in Versalschrift, also ausschließlich mit Großbuchstaben, schreibt:

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Der anstiftende Gehilfe

geschrieben am Freitag, den 27. Februar 2009, von André

In dieser Woche schreibt der Spiegel (Nr. 9/2009) auf Seite 66:

Die Außendienstler hätten nur Beihilfe geleistet, indem sie Ärzte mit Geschenken angestiftet hätten, bevorzugt Ratiopharm-Produkte abzugeben.

Da durfte sich mal ein Redakteur ohne Jura-Kenntnisse austoben. Anstiftung und Beihilfe sind die zwei möglichen Teilnahmeformen an einer fremden Straftat und werden auch unterschiedlich bestraft. Der Anstifter wird wie ein Täter bestraft, während die Strafe des Gehilfen gemildert werden muss. Man muss sich also entscheiden, welche Teilnahmeform vorliegt.

Und wo ich gerade schon kleinlich bin: Geben Ärzte Medikamente ab? Oder verschreiben sie sie nur?

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