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	<title>Primblog &#187; Presse</title>
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	<description>Kurioses, Lustiges und Wissenswertes</description>
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		<title>66:0</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 16:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprachliches]]></category>
		<category><![CDATA[lustig]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der NWZ gibt es einen Artikel &#252;ber das Schlag-den-Raab-Debakel von Ria S. in der Sendung am vergangenen Samstag. Sie war die erste Kandidatin, der es gelang, nicht ein einziges Spiel gegen Raab zu gewinnen Sehr sch&#246;n ist diese Zwischen&#252;berschrift: Ria S. war ehemalige Profi-Tennisspielerin Klingt, als w&#252;rde sie ihre Profi-Karriere fortsetzen. Mein Favorit ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der NWZ gibt es einen <a href="http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2460722/Schlag+den+Raab++Ria+Sabay+aus+Apen+war+chancenlos.html">Artikel</a> &#252;ber das Schlag-den-Raab-Debakel von Ria S. in der Sendung am vergangenen Samstag. Sie war die erste Kandidatin, der es gelang, nicht ein einziges Spiel gegen Raab zu gewinnen</p>
<p>Sehr sch&#246;n ist diese Zwischen&#252;berschrift:</p>
<blockquote><p>Ria S. war ehemalige Profi-Tennisspielerin</p></blockquote>
<p>Klingt, als w&#252;rde sie ihre Profi-Karriere fortsetzen. Mein Favorit ist aber diese &#220;berschrift:</p>
<blockquote><p>0 Punkte: S. geht in die Analen der Sendung ein</p></blockquote>
<p> <img src='http://blog.primfaktor.de/wp-content/plugins/smilies-themer/adiumicons/alien.png' alt=':alien:' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Webb &#228;u&#223;ert sich zum WM-Finale</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 13:12:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schiedsrichter]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Schiri]]></category>

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		<description><![CDATA[Howard Webb, der Schiedsrichter des WM-Finales zwischen den Niederlanden und Spanien, hat auf der Website der Premier League ein Statement zum Spiel abgegeben. F&#252;r seine Leistung war er zuvor &#8211; zu Unrecht &#8211; heftig kritisiert worden. Das Schiri-Team habe unter den schwierigen Umst&#228;nden eine Leistung abgeliefert, mit der es zufrieden sein k&#246;nne. Die Strategie sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-756" title="pfeife" src="http://blog.primfaktor.de/wp-content/2010/07/pfeife2.png" alt="pfeife" width="140" height="116" />Howard Webb, der Schiedsrichter des WM-Finales zwischen den Niederlanden und Spanien, hat auf der Website der Premier League <a href="http://www.premierleague.com/page/Headlines/0,,12306~2091437,00.html">ein Statement zum Spiel abgegeben</a>. F&#252;r seine Leistung war er zuvor &#8211; <a href="http://blog.primfaktor.de/?p=718">zu Unrecht</a> &#8211; heftig kritisiert worden.</p>
<p>Das Schiri-Team habe unter den schwierigen Umst&#228;nden eine Leistung abgeliefert, mit der es zufrieden sein k&#246;nne. Die Strategie sei gewesen, pr&#228;ventiv und beruhigend auf die Spieler einzuwirken. Nichtsdestotrotz habe sich ein schwer zu leitendes Spiel entwickelt, in dem es kein Schiedsrichter einfach gehabt h&#228;tte.<span id="more-761"></span></p>
<p>Er dankte seinen beiden Assistenten Mike Mullarkey und Darren Cann f&#252;r ihre hervorragenden Leistungen bei der WM.</p>
<p>Die <a href="http://www.dailymail.co.uk/sport/worldcup2010/article-1294176/Howard-Webb-My-hours-hell--English-referee-drained-World-Cup-final-ordeal.html">Daily Mail zitiert Webb mit deutlicheren Worten</a>: Im WM-Finale habe er die h&#228;rtesten zwei Stunden seiner Schiedsrichter-Karriere erlebt. Er sei physisch und emotional ausgelaugt.</p>
<p>W&#228;hrenddessen geben sich einige Boulevardmedien die gr&#246;&#223;te M&#252;he, die Stimmung gegen Webb weiter aufzuheizen. Vom gem&#252;tlichen Redaktionssessel aus geht das nat&#252;rlich am einfachsten. Man nehme einfach eine <a href="http://www.blick.ch/sport/wm2010/massimo-busacca-pfeift-mit-40-grad-fieber-besser-150955">m&#246;glichst einseitige Auswahl an Leserkommentaren</a> oder erinnere sich gleich an 2004: Damals hatten englische Zeitungen die E-Mail-Adresse des Schweizer Schiedsrichters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urs_Meier#England_gegen_Portugal_im_Jahr_2004">Urs Meier</a> ver&#246;ffentlicht, der daraufhin zahllose Morddrohungen erhielt, f&#252;r einige Zeit untertauchen musste und <a href="http://www.swissinfo.ch/ger/Urs_Meier:_Schiedsrichter_unter_Polizeischutz.html?cid=3973136">unter Polizeischutz stand</a>.</p>
<p>Es ist einfach so bequem: Wer die Schuld beim Schiedsrichter sucht, braucht die Leistung der eigenen Mannschaft nicht zu hinterfragen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wechselkurs 1:1</title>
		<link>http://blog.primfaktor.de/693/wechselkurs-11/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 09:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Spiegel online gibt es heute einen Artikel &#252;ber die Kaufkraftentwicklung in Deutschland. Gleich zu Anfang wird klargestellt, was man von den zugrunde liegenden Zahlen zu halten hat: Basis der Berechnungen ist der Durchschnittsnettolohn, der 1960 gesch&#228;tzt bei 1,27 Mark je Arbeitsstunde lag. 2009 waren es 14,05 Euro &#8211; die Deutschen verdienen also heute elfmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Spiegel online gibt es heute einen <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,691529,00.html">Artikel &#252;ber die Kaufkraftentwicklung</a> in Deutschland. Gleich zu Anfang wird klargestellt, was man von den zugrunde liegenden Zahlen zu halten hat:</p>
<blockquote><p>Basis der Berechnungen ist der Durchschnittsnettolohn, der 1960 gesch&#228;tzt bei 1,27 Mark je Arbeitsstunde lag. 2009 waren es 14,05 Euro &#8211; die Deutschen verdienen also heute elfmal so viel wie vor f&#252;nf Jahrzehnten.</p></blockquote>
<p>Da stellt sich dann die Frage, ob sich die Preise, die sich laut Artikel vervierfacht, nicht in Wirklichkeit verachtfacht haben. Oder haben sie sich &#8211; nach Spiegel-online-Rechnung &#8211; nicht blo&#223; verdoppelt?</p>
<p>Schade, eigentlich w&#228;re der Artikel ja ganz interessant gewesen&#8230;</p>
<p><strong>Edit 02.07.2010:</strong> Im Artikel wurde das Wort &#8220;Mark&#8221; durch &#8220;Euro&#8221; ersetzt. So macht es mehr Sinn.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Verh&#246;hnung des Rechtsstaats?</title>
		<link>http://blog.primfaktor.de/634/verhoehnung-des-rechtsstaats/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 20:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem Einbruch ins KaDeWe wurde dort DNA eines mutma&#223;lichen T&#228;ters gefunden. Das Problem: Die DNA passt zu zwei M&#228;nnern &#8211; sie sind eineiige Zwillinge. Beide kamen in Untersuchungshaft. Es gelang der Staatsanwaltschaft jedoch nicht, nachzuweisen, welcher von beiden am Tatort war. Nach dem Grundsatz &#8220;in dubio pro reo&#8221; muss f&#252;r jeden der beiden unterstellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem Einbruch ins <a href="http://www.kadewe.de/">KaDeWe</a> wurde dort DNA eines mutma&#223;lichen T&#228;ters gefunden. Das Problem: Die DNA passt zu zwei M&#228;nnern &#8211; sie sind eineiige Zwillinge. Beide kamen in Untersuchungshaft. Es gelang der Staatsanwaltschaft jedoch nicht, nachzuweisen, welcher von beiden am Tatort war.</p>
<p>Nach dem Grundsatz &#8220;in dubio pro reo&#8221; muss f&#252;r jeden der beiden unterstellt werden, dass der jeweils andere am Tatort war. Deshalb wurden jetzt beide aus der Haft entlassen. Das Ermittlungsverfahren l&#228;uft zwar weiter, doch ist fraglich, ob einem der beiden die Tat nachgewiesen werden kann.</p>
<p>Laut &#8220;<a href="http://www.welt.de/vermischtes/article3398740/Mutmassliche-KaDeWe-Einbrecher-sind-frei.html">Welt online</a>&#8221; lassen die beiden ausrichten, dass sie</p>
<blockquote><p>stolz sind auf den deutschen    Rechtsstaat und ihm danken.</p></blockquote>
<p>Kommentiert wird diese Aussage so:</p>
<p><span id="more-634"></span></p>
<blockquote><p>Die Verd&#228;chtigen bedanken sich h&#246;hnisch beim deutschen Rechtsstaat.</p></blockquote>
<p>Bin ich der Einzige, der in dem Satz keinen Hohn erkennt? Sollten wir nicht wirklich stolz sein auf unseren Rechtsstaat, dass die beiden wieder frei sind? Oder sollte man lieber in Kauf nehmen, dass ein Unschuldiger hinter Gittern sitzt?</p>
<p>F&#252;r die Anordnung der Untersuchungshaft bedarf es eines dringenden Tatverdachts (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__112.html">§ 112 StPO</a>). Das bedeutet, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehen muss, dass der Beschuldigte die in Rede stehende Tat begangen hat. Eine 50-50-Chance reicht nicht aus, um jemanden einzusperren. Und daf&#252;r, dass beide am Einbruch beteiligt waren, gibt es offenbar keine Anhaltspunkte.</p>
<p>&#8220;Welt online&#8221; betreibt populistische Stimmungsmache und h&#228;lt es offenbar f&#252;r erstrebenswert, Leute, bei denen die blo&#223;e M&#246;glichkeit besteht, dass sie an einer Straftat beteiligt waren, m&#246;glichst schnell wegzusperren. Diese Ansicht gibt man wohl sp&#228;testens auf, wenn man selbst einmal unschuldig ins Visier der Ermittlungsbeh&#246;rden ger&#228;t oder sich eine Zeitlang mit den Zust&#228;nden in deutschen Haftanstalten besch&#228;ftigt hat.</p>
<p>In einem Rechtsstaat gilt eben auch, dass Sicherheit nicht um jeden Preis erstrebt werden darf. Im Zweifel muss die Freiheit vorgehen. Ich lebe lieber in einem Land, in dem ein paar Kriminelle frei herumlaufen, als in einem Land, in dem Unschuldige eingesperrt werden.</p>
<p>(gefunden via <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/18/links-359/">lawblog</a>)</p>
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		<title>Benjamin Franklin</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 12:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[So steht es geschrieben in der SZ-Beilage &#8220;Berufsziel&#8221;: Anscheinend wird dort nicht gerade der gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Rechercheaufwand betrieben. Wer findet den Fehler?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So steht es geschrieben in der SZ-Beilage &#8220;Berufsziel&#8221;:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-632" title="Benjamin Franklin" src="http://blog.primfaktor.de/wp-content/2009/03/franklin.jpg" alt="Benjamin Franklin" width="500" height="122" /></p>
<p>Anscheinend wird dort nicht gerade der gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Rechercheaufwand betrieben.</p>
<p>Wer findet den Fehler?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Suchen und ersetzen</title>
		<link>http://blog.primfaktor.de/619/suchen-und-ersetzen/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 10:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachliches]]></category>
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		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorsicht! Der exzessive Gebrauch der Funktion &#8220;Suchen und ersetzen&#8221; kann ihre Dokumente entstellen. Zur Erl&#228;uterung: In juristischen Texten sind oft die Abs&#228;tze durchlaufend nummeriert. Wird auf eine Textstelle verwiesen, wird oft nur die zugeh&#246;rige Randnummer angegeben, wobei &#8220;Randnummer&#8221; teilweise &#8220;Rn.&#8221;, teilweise aber auch &#8220;Rdnr.&#8221; abgek&#252;rzt wird. Doch auch abgesehen von diesem Highlight ist der Aufsatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorsicht! Der exzessive Gebrauch der Funktion &#8220;Suchen und ersetzen&#8221; kann ihre Dokumente entstellen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-620" title="FeRdnrsehlexikon" src="http://blog.primfaktor.de/wp-content/2009/03/rdnr.jpg" alt="FeRdnrsehlexikon" width="500" height="168" /></p>
<p><span id="more-619"></span>Zur Erl&#228;uterung: In juristischen Texten sind oft die Abs&#228;tze durchlaufend nummeriert. Wird auf eine Textstelle verwiesen, wird oft nur die zugeh&#246;rige Randnummer angegeben, wobei &#8220;Randnummer&#8221; teilweise &#8220;Rn.&#8221;, teilweise aber auch &#8220;Rdnr.&#8221; abgek&#252;rzt wird.</p>
<p>Doch auch abgesehen von diesem Highlight ist der Aufsatz &#8220;Call-In Shows im deutschen Fernsehen &#8211; Betrug als allt&#228;gliche Form der Unterhaltung?&#8221; von Stefan Oehme (JA 2009, S 39 ff.) &#8211; abgesehen von kleineren argumentativen Inkonsistenzen und davon, dass es <a href="http://www.deppenleerzeichen.de/">nat&#252;rlich &#8220;Call-In-Shows&#8221; hei&#223;en m&#252;sste</a> &#8211; schon allein aufgrund der Thematik recht lesenswert.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der anstiftende Gehilfe</title>
		<link>http://blog.primfaktor.de/502/der-anstiftende-gehilfe/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 09:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
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		<description><![CDATA[In dieser Woche schreibt der Spiegel (Nr. 9/2009) auf Seite 66: Die Au&#223;endienstler h&#228;tten nur Beihilfe geleistet, indem sie &#196;rzte mit Geschenken angestiftet h&#228;tten, bevorzugt Ratiopharm-Produkte abzugeben. Da durfte sich mal ein Redakteur ohne Jura-Kenntnisse austoben. Anstiftung und Beihilfe sind die zwei m&#246;glichen Teilnahmeformen an einer fremden Straftat und werden auch unterschiedlich bestraft. Der Anstifter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche schreibt der Spiegel (Nr. 9/2009) auf Seite 66:</p>
<blockquote><p>Die Au&#223;endienstler h&#228;tten nur Beihilfe geleistet, indem sie &#196;rzte mit Geschenken angestiftet h&#228;tten, bevorzugt Ratiopharm-Produkte abzugeben.</p></blockquote>
<p>Da durfte sich mal ein Redakteur ohne Jura-Kenntnisse austoben. <a href="http://bundesrecht.juris.de/stgb/__26.html">Anstiftung</a> und <a href="http://bundesrecht.juris.de/stgb/__27.html">Beihilfe</a> sind die zwei m&#246;glichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Teilnahme#Strafrecht">Teilnahmeformen</a> an einer fremden Straftat und werden auch unterschiedlich bestraft. Der Anstifter wird wie ein T&#228;ter bestraft, w&#228;hrend die Strafe des Gehilfen gemildert werden muss. Man muss sich also entscheiden, welche Teilnahmeform vorliegt.</p>
<p>Und wo ich gerade schon kleinlich bin: Geben &#196;rzte Medikamente ab? Oder verschreiben sie sie nur?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Interview</title>
		<link>http://blog.primfaktor.de/336/interview/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 10:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Rande einer akademischen Veranstaltung hat die Neue Presse einige Studenten interviewt. Ich geh&#246;rte zu den Opfern. &#8220;Was sind deine Hobbys?&#8221; Fernsehen. Mit Freunden treffen und Shoppen. Chillen. Saufen, fressen und f*#$en. Blutr&#252;nstige Ego-Shooter. &#8220;Sport, Lesen und Quizabende.&#8221; &#8220;Was w&#252;rdest du tun, wenn du einen Tag lang Bundeskanzler sein k&#246;nntest?&#8221; Eine Riesenparty im Kanzleramt mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Rande einer akademischen Veranstaltung hat die <a href="http://www.neuepresse.de/">Neue Presse</a> einige Studenten interviewt. Ich geh&#246;rte zu den Opfern.</p>
<p><span style="color: #808000;">&#8220;Was sind deine Hobbys?&#8221;</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Fernsehen.<br />
Mit Freunden treffen und Shoppen.<br />
Chillen.<br />
Saufen, fressen und f*#$en.<br />
Blutr&#252;nstige Ego-Shooter.</span><br />
&#8220;Sport, Lesen und Quizabende.&#8221;</p>
<p><span style="color: #808000;">&#8220;Was w&#252;rdest du tun, wenn du einen Tag lang Bundeskanzler sein k&#246;nntest?&#8221;</span></p>
<p><span style="color: #808000;"><span id="more-336"></span></span><span style="text-decoration: line-through;">Eine Riesenparty im Kanzleramt mit Freibier f&#252;r alle!<br />
Wie Ihnen als Journalistin sicherlich bekannt ist, hat der Kanzler seit 1945 in unserem Land nicht mehr die Machtf&#252;lle, allein an einem einzigen Tag gravierende Ver&#228;nderungen zu bewirken. Somit sollte auch Ihnen klar sein, dass diese Frage v&#246;lliger Bl&#246;dsinn ist.</span><br />
&#8220;An einem Tag kann man nat&#252;rlich nicht viel bewirken. Generell w&#252;nsche ich mir aber, dass mehr in Bildung investiert wird.&#8221;</p>
<p><span style="color: #808000;">&#8220;Welcher Wissenschaftler oder Philosoph ist dein gr&#246;&#223;tes Vorbild?&#8221;</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Daniel D&#252;sentrieb.<br />
Doc Emmet Brown.<br />
Joseph Ratzinger.<br />
Atze Schr&#246;der.</span><br />
&#8220;Sorry, aber die Fragen haben ja noch nicht mal BILD-Zeitungs-Niveau.&#8221;</p>
<p>(Interviewerin &#252;berh&#246;rt die Bemerkung und macht unbeirrt weiter.)</p>
<p><span style="color: #808000;">&#8220;Welchen Beruf willst du mal aus&#252;ben?&#8221;</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Wenn ich gro&#223; bin, will ich mal Lokomotivf&#252;hrer werden.<br />
Prinzessin.</span><span style="text-decoration: line-through;"><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=MiOki-0LV8E">Arbeitslos.<br />
</a><a href="http://www.youtube.com/watch?v=MiOki-0LV8E"></a><a href="http://www.youtube.com/watch?v=MiOki-0LV8E">Megastar.</a><a href="http://www.youtube.com/watch?v=MiOki-0LV8E"><br />
</a></span><span style="text-decoration: line-through;">Warum duzen Sie mich eigentlich die ganze Zeit?</span><br />
&#8220;Nach dem Studium werde ich wahrscheinlich erstmal promovieren.&#8221;</p>
<p>Ich bin mal sehr gespannt, was dabei am Ende rauskommt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zweckveranlasser</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 14:49:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang Januar fand in Duisburg eine Demonstration der islamischen Organisation Millî G&#246;r&#252;ş gegen den Gaza-Krieg statt. Die Organisation wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Demonstration zog an einem Wohnhaus vorbei, an dem zwei gut sichtbare Israel-Flaggen angebracht waren. Wie nicht anders zu erwarten, gerieten die Demonstranten in Aufruhr, es flogen sogar Gegenst&#228;nde gegen das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Januar fand in Duisburg eine Demonstration der islamischen Organisation Millî G&#246;r&#252;ş gegen den Gaza-Krieg statt. Die Organisation wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet.</p>
<p>Die Demonstration zog an einem Wohnhaus vorbei, an dem zwei gut sichtbare Israel-Flaggen angebracht waren. Wie nicht anders zu erwarten, gerieten die Demonstranten in Aufruhr, es flogen sogar Gegenst&#228;nde gegen das Haus.</p>
<p>Daraufhin verschaffte sich die Polizei Zutritt zur Wohnung und entfernte unter dem Jubel der Demonstranten die Flaggen (<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,601058,00.html">ausf&#252;hrlicher Artikel bei Spiegel online</a>).</p>
<p><span id="more-248"></span></p>
<p>Es folgte eine Beschwerde des Zentralsrats der Juden, zahlreiche Medien berichteten &#252;ber den Vorfall, es war sogar von &#8220;Emp&#246;rung&#8221; die Rede. Sp&#228;ter entschuldigte sich dann der Duisburger Polizeipr&#228;sident f&#252;r die Aktion, der nordrhein-westf&#228;lische Innenminister Ingo Wolf (FDP) <a href="http://www.sueddeutsche.de/651389/931/2715294/Minister-ruegt-Polizisten.html">k&#252;ndigte die Pr&#252;fung disziplinarrechtlicher Schritte gegen die handelnden Polizisten an</a>. Der &#8220;SPD-Rechtsexperte&#8221; Karsten Rudolph (MdL) bezeichnete die Aktion als &#8220;<a href="http://www.wdr.de/themen/panorama/26/duisburg_demo/090115b.jhtml">schwarzen Tag f&#252;r den Rechtsstaat</a>&#8220;, Heiko Werning setzt sie <a href="http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2009/01/23/anti-gazakriegs-demos_schluss_mit_den_billigen_provokationen/">im taz-Blog</a> sogar mit Antisemitismus gleich.</p>
<p>Dabei ging es den Polizisten mit Sicherheit nicht darum, israelfreundliche Meinungen zu unterdr&#252;cken. Aufgabe der Polizei ist es, die &#246;ffentliche Sicherheit zu gew&#228;hrleisten. Das Bewerfen des Hauses mit Gegenst&#228;nde stellt eine Gefahr f&#252;r die &#246;ffentliche Sicherheit dar, die Polizei musste eingreifen. Nun hatten die Beamten zu entscheiden, gegen wen sie vorgehen. &#8220;St&#246;rer&#8221; im Sinne des Polizeirechts waren die gewaltt&#228;tigen Demonstranten. Allerdings waren offenbar so wenig Beamte vor Ort, dass ein Erfolg eines solchen Eingreifens sehr zweifelhaft schien und vielleicht sogar zur Eskalation gef&#252;hrt h&#228;tte.</p>
<p>F&#252;r solche F&#228;lle wird im Polizeirecht &#252;berwiegend die Figur des &#8220;Zweckveranlassers&#8221; anerkannt: So soll die Polizei auch gegen jemanden vorgehen k&#246;nnen, der sich rechtskonform verhalten hat, aber durch sein Verhalten die Gefahr zumindest mittelbar verursacht hat, wenn ein Vorgehen gegen ihn gr&#246;&#223;eren Erfolg verspricht als ein Vorgehen gegen den St&#246;rer selbst. Die Polizei hat sich von der Effektivit&#228;t der Gefahrenabwehr leiten zu lassen. Hier schien es unzweifelhaft, dass ein Entfernen der Flaggen die Situation beruhigen w&#252;rde. Es ging also allein darum, Ausschreitungen zu verhindern, auch wenn die Meinungsfreiheit des Wohnungsbesitzers dadurch beeintr&#228;chtigt wird.</p>
<p>Es ist Unsinn und zeugt von mangelnder juristischer Kompetenz, zu behaupten, die Polizei habe sich mit gewaltt&#228;tigen islamistischen Demonstranten gemein gemacht. Es mag ein Fehler gewesen sein, zu wenige Beamten zur Begleitung der Demonstration abzustellen. Doch den vorliegenden Informationen nach zu urteilen, haben die Beamten vor Ort richtig gehandelt.</p>
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		<title>Gewaltenteilung</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 15:16:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Reinhard Gaier ist Richter am Bundesverfassungsgericht und seit kurzem Honorarprofessor an der Leibniz-Universit&#228;t Hannover. Heute wird er seine Antrittsvorlesung zum Thema &#8220;Der Nichtraucherschutz als Herausforderung an den f&#246;deralen Staat&#8221; halten. Die Neue Presse weist in ihrer heutigen Ausgabe auf Seite 18 auf diese Veranstaltung hin und unterf&#252;ttert den Artikel mit sorgf&#228;ltig recherchierten Hintergrundinformationen volksverdummendem Unsinn. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/richter/gaier.html">Reinhard Gaier</a> ist Richter am Bundesverfassungsgericht und seit kurzem Honorarprofessor an der Leibniz-Universit&#228;t Hannover. Heute wird er seine Antrittsvorlesung zum Thema &#8220;<span>Der Nichtraucherschutz als Herausforderung an den f&#246;deralen Staat</span>&#8221; halten.</p>
<p>Die <a href="http://www.neuepresse.de/">Neue Presse</a> weist in ihrer heutigen Ausgabe auf Seite 18 auf diese Veranstaltung hin und unterf&#252;ttert den Artikel mit <span style="text-decoration: line-through;">sorgf&#228;ltig recherchierten Hintergrundinformationen</span> volksverdummendem Unsinn.</p>
<p><span id="more-228"></span></p>
<blockquote><p>Reinhard Gaier ist seit 2004 Richter am Bundesverfassungsgericht Karlsruhe.</p></blockquote>
<p>N&#246;. Reinhard Gaier  ist seit 2004 Richter am Bundesverfassungsgericht <strong>in</strong> Karlsruhe. Es gibt nur eins.</p>
<blockquote><p>Mitgewirkt hat der 55-j&#228;hrige zum Beispiel am Nichtraucherschutz-Gesetz, das Karlsruhe im Sommer 2008 nachbesserte und Rauchen in kleinen Kneipen wieder zulie&#223;: Gaier hatte dies mit auf den Weg gebracht.</p></blockquote>
<p>Auch falsch.</p>
<p>Es gibt kein &#8220;Nichtraucherschutz-Gesetz&#8221;. Es gibt vielmehr ein Bundesnichtraucherschutzgesetz, welches das Rauchen in den Einrichtungen des Bundes und diversen Verkehrsmitteln verbietet.</p>
<p>Au&#223;erdem gibt es zahlreiche Landesnichtraucherschutzgesetze, die nur in den jeweiligen L&#228;ndern gelten und unterschiedliche Regelungen treffen. Das <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20080730_1bvr326207.html">Urteil vom 30. Juli 2008</a> (an dem Herr Gaier mitgewirkt hat) befasst sich ausschlie&#223;lich mit den Gesetzen aus Berlin und Baden-W&#252;rttemberg. Das Bundesverfassungsgericht hat auch nirgends &#8220;nachgebessert&#8221;, sondern festgestellt, dass einzelne Normen der Gesetze gegen das Grundgesetz versto&#223;en. Deshalb wurde beiden L&#228;ndern bis zum 31. Dezember 2009 Zeit gegeben, verfassungskonforme Neuregelungen zu treffen.</p>
<p>Bis dahin darf lediglich in kleinen Kneipen ohne Nebenraum unter bestimmten Bedingungen wieder geraucht werden. Und das gilt auch nur f&#252;r die genannten L&#228;nder.</p>
<p>&#220;brigens: Reinhard Gaier ist erst 54.</p>
<p>Und zu guter Letzt die Bildunterschrift:</p>
<blockquote><p>Bundesrichter Reinhard Gaier (55) hat im Sommer 2008 das Nichtraucherschutzgesetz mit verabschiedet.</p></blockquote>
<p>Nein, nein, nein. In Deutschland gibt es etwas, das sich &#8220;Gewaltenteilung&#8221; nennt. Dieses Prinzip (&#8220;checks and balances&#8221;) erreicht dadurch, dass die Tr&#228;ger hoheitlicher Gewalt abgegrenzete Aufgabenbereiche haben und sich gegenseitig kontrollieren, dass es nicht zu einseitigen Machtkonzentrationen kommt. So sollen Freiheit, Gleichheit und Demokratie gesichert werden.</p>
<p>Gesetze werden von der Legislative verabschiedet, im Bund durch den Bundestag (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_77.html">Art. 77 Abs. 1 S. 1 GG</a>), in den L&#228;ndern durch die Landesparlamente. Das Bundesverfassungsgericht geh&#246;rt aber zur Judikative. Es ist unter anderem daf&#252;r da, den Gesetzgeber zu kontrollieren, damit dieser seine Kompetenzen nicht &#252;berschreitet.</p>
<p>Reinhard Gaier hat also noch nie ein Gesetz verabschiedet.</p>
<p>Zudem wird er in der Unterzeile als</p>
<blockquote><p>Fachmann f&#252;r Nichtraucherschutz</p></blockquote>
<p>bezeichnet. Nun gut, wirklich widersprechen kann ich dem nicht. Juristen sind ja bekanntlich Fachleute f&#252;r alles.</p>
<p>Und eines muss noch besonders positiv hervorgehoben werden: Der Neuen Presse ist es gelungen, Ort und Zeit der Veranstaltung richtig anzugeben. Vielleicht verirrt sich ja der eine oder andere Leser der Zeitung dorthin und lernt dann noch etwas hinzu. Ich werde auf jeden Fall da sein.</p>
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