Bahn Beweis Blog Bücher Comic Computer Creative Commons englisch Fußball Globetrotter Poker Chips Informatik Inkscape Internet Jura Lebensmittel Leitergolf Linux lustig Mathe Microsoft Poker Politik Presse Restaurant Rätsel Schiri Smileys Spiele Sprache Supermarkt Tutorial TV Ubuntu Uni Video Vortrag Wallpaper Youtube

WP-Cumulus by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.

Beliebteste Einträge der letzten 30 Tage

Beliebteste Einträge aller Zeiten

Letzte Kommentare

  • jay: Wie schaffe ich über 10.000 Punkte? Bitte...
  • Georg: Man erlebt immer wieder unglaubliche...
  • Leif: Sorry, könnte auch daran liegen, dass ich...
  • michael: was bestellst du dir überhaupt...
  • Burger_King_Service-Kraft: Ich bin beeindruckt,...
  • André: Eine Ergänzung noch: Mir wurde...
  • André: So sieht’s aus! Da muss man aber...

Hat Howard Webb das WM-Finale verpfiffen?

geschrieben am Dienstag, den 13. Juli 2010, von André

pfeifeReferee Webb versagt im Finale“, “‘Schlafmütze’ Webb krönt Schiedsrichter-Fiasko” – so lauten nur zwei exemplarische Schlagzeilen über das WM-Finale zwischen den Niederlanden und Spanien am vergangenen Sonntag. Um differenzierende oder gar positive Kommentare zur Schiedsrichterleistung zu finden, muss man schon lange suchen.

Aber hat Howard Webb wirklich so schlecht gepfiffen, so viele Fehler gemacht?

Die Vorgeschichte

Die Schiedsrichter zu kritisieren ist bei dieser WM zum Volks- und Mediensport geworden. Sportredakteure hatten leichtes Spiel: Wer den Schiri als unfähig einstufte, weil dieser nach einem “nur leichten” Ellenbogencheck gleich die rote Karte auspackte, konnte sich der Zustimmung der Stammtische dieser Welt sicher sein. Gut – es gab tatsächlich Feldverweise, über die man diskutieren konnte. Doch bei den allermeisten Spielen gab es wenig bis gar keinen Grund zur Beanstandung. Die wenigen Ausnahmen wurde tage- oder gar wochenlang diskutiert.

Ein Grund dafür, dass die FIFA Howard Webb für die Leitung des Finales nominierte, mag neben seinen guten Leistungen in den vorangegangenen Spielen auch die Kritik gewesen sein, dass die Karten bei vielen anderen Spielleitern oft zu locker saßen. Webb hingegen ist aus der Premier League die sogenannte “britische Härte” gewohnt und bekannt dafür, lieber sein eindrucksvolles Auftreten zur Beruhigung des Spiels zu nutzen, als mit Karten um sich zu werfen. Soviel vorweg: Dieser Linie ist Howard Webb auch im Finale treu geblieben. Aber betrachten wir einmal – Szene für Szene – die strittigen Szenen des Finales:

Die Analyse

(zum Vergrößern die Bilder anklicken)

Mark van Bommel foult Iniesta. Howard Webb schickt die Spanier weg.22. Spielminute: Mark van Bommel schlägt dem ballführenden Andres Iniesta von hinten die Beine weg – ein rüdes Einsteigen, der Niederländer hätte sich über eine rote Karte nicht beschweren können, die er von den meisten Schiedsrichtern wohl auch bekommen hätte. Doch Webb macht in dieser Szene seine Linie erstmals deutlich. Er spricht mit deutlicher Gestik – ohne dabei zu übertreiben oder arrogant zu wirken – die sich beschwerenden Spanier sowie van Bommel deutlich an und setzt auf seine Persönlichkeit, um das Spiel in geordneten Bahnen zu halten und einen Feldverweis zu vermeiden.

Fazit: Van Bommel nur Gelb zu zeigen, war eine grenzwertige, aber gerade noch vertretbare und sehr durchdachte Entscheidung.

Kung-Fu-Tritt von de Jong gegen Xabi Alonso. Howard Webb ist die Sicht versperrt.28. Spielminute: DAS Bild des WM-Finales – der Kung-Fu-Tritt von Nigel de Jong gegen Xabi Alonso. Howard Webb pfeift – und zeigt de Jong Gelb. Dabei kann es hier keinen Zweifel geben, das brutale Einsteigen von de Jong war eine zwingende rote Karte; de Jong nur zu verwarnen war falsch. Doch wie kam es zu dieser Fehlentscheidung? War Webb zu milde gestimmt, um schon nach einer knappen halben Stunde einen Feldverweis auszusprechen? Wohl kaum.

Die Fernsehbilder geben die Antwort. Howard Webb steht zunächst in guter Position, hat Seiteneinsicht in den Zweikampf, der sich zwischen de Jong und Xabi Alonso anbahnt. Doch kurz bevor die Spieler aufeinandertreffen, verstellt van Bommel dem Schiedsrichter die Sicht. Webb kann so zwar sehen, dass de Jong mit erhobener Sohle agiert und Alonso schließlich umfällt. Wo und wie hart der Spanier getroffen wurde, konnte Webb jedoch nicht erkennen. Was er sehen konnte, reichte lediglich, um eine gelbe Karte zu rechtfertigen.

Offen bleibt die Frage, warum Webbs Assistent das brutale Foul nicht gesehen hat. Hätte er es erkannt, hätte er Webb ohne Zweifel informiert, sodass de Jong vom Platz gestellt worden wäre.

Fazit: Howard Webb traf eine Fehlentscheidung, doch resultierte diese nicht aus übertriebener Milde, sondern aus den unglücklichen Umständen.

Foul von van Bommel und Revanche von Iniesta.78. Spielminute: Van Bommel tritt Iniesta in einem Zweikampf auf den Fuß – ein klares Foul, welches Webb übersieht und weiterspielen lässt. Iniesta revanchiert sich daraufhin mit einem kleinen Schubser am vorbeilaufenden van Bommel, der theatralisch zu Boden geht. Webb sieht die Szene im Augenwinkel, unterbricht das Spiel, ermahnt beide Spieler und entscheidet auf Freistoß für die Niederländer. Hätte Webb das Foul an Iniesta gesehen und geahndet, wäre es zu dem Schubser nicht gekommen.

Doch nun stellt sich die Frage, wie dieser Schubser zu bewerten ist. War es ein Revanchefoul, gar eine Tätlichkeit, die einen Feldverweis erfordert? Nein, der Schubser war zwar unsportlich, aber keine Tätlichkeit. Die Berührung war so leicht, dass van Bommel nicht hätte zu Boden gehen müssen.

Fazit: Gelb wäre die richtige Lösung gewesen, aber Howard Webb blieb seiner Linie treu und versuchte, die Situation ohne persönliche Strafe zu beruhigen.

Robben setzt sich gegen Puyol durch - Vorteil!83. Spielminute: Arjen Robben läuft allein mit dem Ball aufs spanische Tor zu und wird von Puyol festgehalten. Robben kann sich jedoch befreien, läuft weiter und bleibt schließlich an Torwart Casillas hängen. Howard Webb lässt weiterspielen, was Robben so in Rage versetzt, dass er schreiend hinter dem Schiedsrichter herläuft und sich eine Verwarnung geradezu erbettelt.

Hätte Webb das Foul von Puyol sofort gepfiffen, so hätte er diesem wegen einer Notbremse die rote Karte zeigen und den Niederlanden einen direkten Freistoß zusprechen müssen. Doch wäre dies klug gewesen? Eine solche Entscheidung droht, den größten Albtraum eines jeden Schiedsrichters wahr werden zu lassen: Der Pfiff ertönt und im selben Moment schießt der Stürmer den Ball ins Tor. Das Tor darf dann nicht zählen und der Referee ist zurecht der Buhmann, weil er den Vorteil abgepfiffen hat.

Doch hätte Webb das Foul nachträglich pfeifen können, als Casillas den Ball unter Kontrolle hatte? Hier unterliegen viele Spieler (und sogar einige Schiedsrichter) einem Missverständnis: Zwar hat der Schiedsrichter nach einem Foul einige Sekunden Zeit, um zu warten, ob ein Vorteil eintritt. Tritt der Vorteil nicht ein, kann nachträglich auf Freistoß entschieden werden. Tritt jedoch der Vorteil ein, hat also die Mannschaft des gefoulten Spielers eine aussichtsreiche Angriffsmöglichkeit, kann diese aber lediglich nicht in einen Torerfolg verwandeln, so ist ein nachträgliches Pfeifen des Fouls nicht mehr möglich. Eine Doppelkompensation (Abwarten des Ergebnisses der eingetretenen Vorteilssituation und anschließender Freistoß) ist also ausgeschlossen.

Robben hatte hier einen Vorteil, da er nach Puyols Foul weiter kontrolliert mit dem Ball aufs Tor zulaufen konnte. Als er diese Chance vergeben hatte, war eine Entscheidung auf Freistoß und Notbremse nicht mehr möglich.

Fazit: Howard Webb hat in dieser Szene alles richtig gemacht.

Xavi tritt sich selbst in die Hacken - kein Strafstoß.92. Spielminute: Xavi tritt sich nach leichter Berührung mit John Heitinga selbst in die Hacken und fällt hin. Howard Webb lässt weiterspielen. Zwar streift Xavi sowohl Bein als auch Fuß von Heitinga, doch dieser steht fest mit dem Fuß am Boden, kann sich nicht in Luft auflösen und hat keine Schuld daran, dass Xavi zu Fall kommt – kein Foulspiel. Es mutete schon skurril an, dass ZDF-Kommentator Béla Réthy auch nach etlichen Zeitlupen noch gebetsmühlenartig wiederholte, dass hier ein Straftoß hätte gepfiffen werden müssen (“Das muss Elfmeter geben.”, “Klare Sache normalerweise.”). Diese Ansicht plappert sogar der “kicker” unreflektiert nach und bezeichnet die Entscheidung als “dicken Patzer”.

Fazit: Kein Strafstoß – richtige Entscheidung.

Robben schießt den Ball ins Tor.112. Spielminute: Der bereits verwarnte Robben steht klar im Abseits, als der Ball zu ihm gespielt wird. Das Spiel wird unterbrochen, Robben trottet noch ein paar Schritte weiter und kickt dann lustlos den Ball ins spanische Tor. Howard Webb verzichtet auf die vorgeschriebene gelbe Karte und belässt es bei einer Ermahnung.

Diese Entscheidung mag sympathisch sein und verkörpert das, was gemeinhin als “Fingerspitzengefühl” des Schiedsrichters bezeichnet wird – falsch ist sie trotzdem. Robben verzögert mit seiner Aktion unsportlich die Wiederaufnahmen des Spiels und darf für diese Undiszipliniertheit nicht mit Nachsicht rechnen. Howard Webb bleibt hier erneut seiner Linie treu, was er sich wohl deshalb erlauben kann, weil er mit der Leitung des WM-Finales alles erreicht hat, was man als Schiedsrichter erreichen kann.

Fazit: Nicht zur Nachahmung empfohlen.

Der Ball wird von der Mauer abgefälscht.115. Minute: Wesley Sneijders Freistoß wird von der spanischen Mauer abgefälscht und landet im Aus. Webb entscheidet auf Abstoß für Spanien. Offensichtlich ein Fehler, eine menschliche Unaufmerksamkeit nach fast zwei Stunden höchster Konzentration. Der Assistent hat die Berührung offenbar auch nicht gesehen, da sie auf der ihm abgewandten Seite der Mauer stattfand.

Fazit: Ärgerlich, aber so etwas kommt vor.

Elia wird gesperrt - kein Foul.116. Spielminute: Der Niederländer Eljero Elia versucht, mit dem Ball in den spanischen Strafraum einzudringen. Cesc Fàbregas und Sergio Ramos stellen sich ihm entgegen. Elia spielt den Ball zwischen beiden hindurch, Ramos dreht sich zum Ball und kollidiert dabei mit Elia, der hinfällt und ein Foul reklamiert. Howard Webb lässt das Spiel jedoch weiterlaufen.

Szenen dieses Typs sorgen oft für Diskussionen, sie sind nicht einfach zu beurteilen. Grundsätzlich gilt: Der Angreifer hat keinen Anspruch darauf, dass er freie Bahn zum Tor hat. Kein Verteidiger muss ihm Platz machen, gegebenenfalls muss der Angreifer den Verteidiger umlaufen. Es ist jedoch nicht erlaubt, dem Angreifer aktiv den Weg zu versperren, wenn dabei nicht der Ball in Spielnähe ist. Hier drehte sich Ramos zum Ball, dabei jedoch auch in Elia hinein. Dennoch muss ihm dies zugestanden werden. Von keinem Spieler wird verlangt, dass er sich in Luft auflöst.

Fazit: Richtige Entscheidung, hier nicht zu unterbrechen.

Gesamtbewertung: Howard Webb ist das ganze Spiel über eine berechenbare, konsequente Linie gefahren. Im Zweifel entschied er sich gegen die persönliche Strafe und für eine eindringliche Ansprache. Er strahlte Autorität aus, ohne dabei arrogant zu wirken – mustergültig. Die wenigen Fehlentscheidungen (28. Minute, 112. Minute, 115. Minute) waren allesamt erklärbar. Es ist bedauerlich und unfair, wenn er nun ähnliches durchmachen muss wie bei der EM 2008, als er im Spiel Polen gegen Österreich in der Nachspielzeit einen korrekten Strafstoß für Österreich pfiff, welcher das Ausscheiden Polens bedeutete und ihn vorübergehend zum dortigen Staatsfeind machte (zu sehen in der hervorragenden Reportage “Referees at Work“).

Howard Webb hat im WM-Finale eine im Großen und Ganzen gute Leistung abgeliefert.

(alle Bilder: ZDF)

user_id); ?>

15 Kommentare zum Thema “Hat Howard Webb das WM-Finale verpfiffen?”

  1. Timo sagt:

    Sehr schöner Artikel!

    Habe mir grade gestern ‘Referees at Work’ angesehen. Mir scheint es fast so, als wäre wieder der eine Assistent mit von der Partie gewesen, der 2008 das Abseitstor nicht angezeigt und es diesmal wieder zu einer Fehlentscheidung (115.) hat kommen lassen.

    Auch wenn ich mit deiner Einschätzung als Laie soweit im ganzen übereinstimme, finde ich die Entscheidung Robben (112.) kein Gelb zu geben sehr schlecht und Webbs vorhergehender Leistung unwürdig.
    Wenn Webb sich klar gegen die Regel stellt, wieso bekommt Inesta dann doch Gelb für ein ähnliches, in meinen Augen noch harmloseres Vergehen, als er sich sein Trickot (um seinen toten Freund mit einer Inschrift auf seinem Unterhemd zu ehren) auszieht, Gelb? Nur, weil er im Gegensatz zu Robben nicht vorbelastet war?
    Für mich kein Fingerspitzengefühl sondern dann doch eher Willkür!

  2. André sagt:

    Mike Mullarkey, der Assistent, der bei der EM 2008 das Abseits übersehen hat, war tatsächlich dabei, allerdings auf der Seite gegenüber von den Trainerbänken. Die Eckstoß-/Abstoß-Entscheidung in der 115. Minute wäre Sache des anderen Assistenten gewesen.

    Was deinen Vergleich Robben/Iniesta angeht hast du Recht: Beides ist Pflicht-Gelb, also sollte man auch beide Situationen gleich behandeln.

    Es gibt mehrere Gründe dafür, dass das Ausziehen des Trikots beim Torjubel mit Gelb bestraft wird (auch wenn man über alle Argumente streiten kann):

    1. In einigen Ländern wird es als anstößig empfunden, sich öffentlich zu entkleiden. Gerade bei Fußballspielen, die weltweit übertragen werden, möchte man dieses Verhalten also unterbinden.

    2. In anderen Sportarten ist es auch nicht üblich, sich zum Torjubel auszuziehen. Warum also beim Fußball? Man kann sich auch anders freuen.

    3. Es geht unnötig Zeit verloren, bis der Spieler wieder spielbereit ist.

  3. Timo sagt:

    Klar, die Gründe sind genauso vorhanden wie beim Torschuss nach Abpfiff. Aber ich finde das man in 5 Minuten Zeitunterschied nicht so die Regeln biegen darf – grade bei einem Endspiel…

    Wird denn darauf gewartet, dass der Spieler wieder angezogen ist?
    Dachte immer, dass das Spiel nicht angehalten wird, wenn wer trinkt, sich den Schuh schnürt oder umzieht?

    Ps: Ich finde nackte Männer auch anstößig, aber bei diesen Temperaturen geht das nicht anders.. :angel:

  4. André sagt:

    Ja, es geht erst weiter, wenn alle Spieler, die auf dem Platz stehen, regelkonform gekleidet sind.

    Wenn jemand das Feld verlässt, um sich umzuziehen, kann das Spiel natürlich weitergehen. Der Spieler muss sich dann aber beim Schiri anmelden, bevor er aufs Feld zurückkehrt.

  5. Marvin sagt:

    Der Beitrag spricht mir aus der Seele, danke.

    Habe zufälligerweise gerade gestern Nacht auch “Referees at Work” geschaut.

  6. andreas kaul sagt:

    Sehr schöne Analyse!

    Zur 83. Minute:
    Hier könnte man sich einmal die Vorteilsregel beim rugby zum Vorbild nehmen. Was spricht dagegen, die Aktion weiterlaufen zu lassen und dann, wenn Robben verschossen hat zu pfeifen und Freistoß zu geben für das Foul von Puyol. Beim Rugby wird das so gehandhabt. Das Spiel läuft weiter. Durchaus auch 5, 10, 15 Sekunden, wenn der Ballbesitz wechselt pfeift der Schiedsrichter und das Vergehen von kurz vorher wird geahndet.

  7. Jetzt redet der Unparteiische | fritzwalterwetter sagt:

    [...] Hier auch noch eine sehr treffende Analyse der Schiedsrichterleistung auf dem primblog. This entry was posted in unspezifisch. Bookmark the permalink. ← [...]

  8. André sagt:

    Zur 83. Minute:
    Hier könnte man sich einmal die Vorteilsregel beim rugby zum Vorbild nehmen. Was spricht dagegen, die Aktion weiterlaufen zu lassen und dann, wenn Robben verschossen hat zu pfeifen und Freistoß zu geben für das Foul von Puyol. Beim Rugby wird das so gehandhabt. Das Spiel läuft weiter. Durchaus auch 5, 10, 15 Sekunden, wenn der Ballbesitz wechselt pfeift der Schiedsrichter und das Vergehen von kurz vorher wird geahndet.

    Dies ist beim Fußball nicht vorgesehen. Wenn die Mannschaft des gefoulten Spielers unfähig ist, den Vorteil zu verwerten, soll sie nicht noch zusätzlich mit einem Freistoß belohnt werden.

    Falls es sich um ein heftiges Foul handelt, kann natürlich trotzdem in der nächsten Spielunterbrechung eine gelbe oder rote Karte gezeigt werden.

  9. andreas kaul sagt:

    Ich habe beide Sportarten gespielt und beim Rugby fand ich die Regelauslegung besser. Man tut zunächst so, als hätte es den Regelverstoß nicht gegeben und wenn man nichts aus der Chance macht, erinnert sich der Schiedsrichter und pfeift ein Vergehen, dass teilweise 50 Meter weiter weg passiert ist. Er signalisiert den Vorteil allerdings auch durch einen erhobenen Arm. Nimmt er den Arm runter ist der Vorteil vorbei…

    Es würde eigentlich schon reichen, wenn man beim Fußball den Vorteil fünf Sekunden laufen lässt und dann ggf. zurück pfeift. :whistle:

  10. Petra sagt:

    Endlich eine sachliche sowie kompetente Analyse. Diese fürchterlichen Hetzkampagnen waren ja nicht mehr zu ertragen. Ich finde, dass Howard Webb einen Superjob gemacht hat. Er war mit Abstand bei der WM der Beste.

  11. Hans Peter sagt:

    Naja, also das kann man so oder so sehen :rightful: Wenn er vielleicht von Anfang an härter durchgegriffen hätte, dann wäre das Spiel vielleicht auf weite Strecken hin nicht so ruppig geführt worden, aber das Spiel wäre dann sicher nicht mit 11 gegen 11 zu Ende gegangen :woot:

  12. Gerald sagt:

    Ich finde für ein Finale hat Howard Webb das richtig gut gemacht. Er weiß dass der Schiedsrichter nie gut weg kommt. So auch diesmal nie. Aber ich finde im großen und ganzen kann man nicht meckern!!

  13. Eva sagt:

    Also eines ist mal klar: Howard Webb ist für mich der beste Schiri in England :rightful: Natürlich war er im WM-Endspiel ein bisschen überfordert, aber man kann ja auch nicht in den ersten 10 Minuten 5 rote Karten zücken! Ok, es waren sicher ein paar Szenen dabei, die hätten nicht sein müssen, aber im großen und ganzen finde ich war er allemal der Richtige!

  14. Richard sagt:

    Vorallem über die Leistung des Shiriteams im Finale kann ich mich heute noch aufregen die Hollönder hätten nach 90 Minuten schon 3 Mann weniger am Platz sein müssen vor allem dieser Van Bommel,… Aber allgemein war die Schiri Leistung bei der WM Katastrophal, hauptsache Blatter hat auch das anders gesehen, wie kommt der eigentlich in so eine Position ohne jegliche Kompetenz in Sachen Fußball?

  15. Sandro sagt:

    Howard Webb ist ein hervorragender Schiedsrichter und das wird er auch bleiben. Er war vielleicht bei ein paar Situationen überfordert, aber ich finde bei einem WM-Finale darf man nicht zu Kleinlich sein!!