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Archiv
Sobald
geschrieben am Mittwoch, den 6. Januar 2010, von André
Das Fundstück der Woche: Die Uni- Audimax- Hörsaal- 14-Stock-Besetzer veröffentlichen regelmäßig Protokolle ihrer Plenumssitzungen. So heißt es im Protokoll vom 30.12.:
3. KASSE
Die Kasse soll, sobald sie wiedergefunden ist, von Alex verwaltet und aufbewahrt werden.
Viel schlauer
geschrieben am Sonntag, den 13. Dezember 2009, von André
Ich habe gerade gehört, wie eine Mutter ihre Tochter anschreit:
Du denkst immer, du bist viel schlauer wie die Erwachsenen.
Ein Franzose in Potsdam
geschrieben am Montag, den 18. Mai 2009, von André
Dieses Schild weist auf den Sommergarten eines russischen Cafés in Potsdam hin:
Bin ich der Einzige, der das Schild fünfmal lesen muss, bis er kapiert, dass der Besitzer des russischen Cafés kein Franzose ist, dessen Vorname offenbar mit dem Namen “Gerard” verwandt ist?
Sprichwortlegasthenie
geschrieben am Montag, den 11. Mai 2009, von André
Fräulein D. hat eine seltene Begabung: Sie würfelt Sprichworte zusammen. Ihr neuestes Werk: “Ich freue mich total über meinen neuen Job, aber meine Mutter findet bestimmt noch die Made im Speck.”
Abgewrackt
geschrieben am Samstag, den 9. Mai 2009, von André
Entdeckt am Ostersonntag an einem Schaufenster in Potsdam…
Papa!
geschrieben am Mittwoch, den 15. April 2009, von André
Sollte man sich wundern, wenn in einer wildfremden Stadt (Potsdam) ein wildfremdes Kind in einem Restaurant vor einem stehen bleibt, mit dem Finger auf einen zeigt und laut “Papa!” ruft?
Großstadtbegegnungen II
geschrieben am Sonntag, den 29. März 2009, von André
Vor ein paar Tagen verließ ich abends gegen 19:30 Uhr das Haus und wollte gerade mein Fahrrad aufschließen, als ich eine Gestalt bemerkte, die auf mich zukam. Es war ein älterer Mann, schäbig gekleidet und ganz offensichtlich sturzbetrunken. Er sprach zwar kein Wort und lallte auch nicht, doch schon an den getorkelten Schlangenlinien konnte man seinen Zustand eindeutig erkennen.
Dieser Mann wankte also den Gehweg entlang und blieb unmittelbar neben mir stehen. Er sah völlig harmlos aus und versuchte, mich mit seinem Blick zu fixieren, was ihm aber nicht gelingen mochte. Dann machte er einen schnelle Bewegung mit der rechten Hand – er hatte mich mit irgendetwas beworfen! Sofort torkelte er weiter, und ich sah, dass es sich um die abgerissene Kappe einer Zigarettenschachtel handelte. Er blieb noch ein paar Mal stehen und drehte sich jedes Mal fragend zu mir um, gab aber keinen Laut von sich.
Armer Kerl…
Zum Heulen
geschrieben am Freitag, den 27. März 2009, von André
“Zum Heulen” – das ist die Überschrift eines Kommentars in der gestrigen FAZ. Eine gesunde Selbsteinschätzung, was die Qualität des Beitrags angeht. Aber nein: Der Autor findet, es sei zum Heulen, dass er der Großen Koalition nicht gelingt, wirksamere Maßnahmen im Kampf gegen Kinderpornographie zu ergreifen.
Kaufmännischer Bereich
geschrieben am Dienstag, den 24. März 2009, von André
Eben sprach mich vor der Uni ein älterer Herr an, stilvoll bekleidet mit einem Anorak im 80er-Jahre-Look. Er fragte, ob er mich kurz ansprechen dürfe. Zu spät.
Er suche “Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich”. Ich lehnte dankend ab, erlaubte mir aber noch anzumerken, dass er aus meiner Sicht eine sehr ungewöhnliche Form der Mitarbeiterakquise betreibe. Nun ja, antwortete er, Annoncen zu schalten sei ihm zu teuer.
Das sagt wohl schon einiges aus über den zu erwartenden Lohn bei dieser kaufmännischen Tätigkeit. Jetzt wüsste ich doch gerne genauer, um was für einen Job es sich handelt. Ich tippe mal auf den Vertrieb von Zeitschriftenabos.
Papierrätsel
geschrieben am Montag, den 23. März 2009, von André
Heute gibt es ein kleines – zugegebenermaßen nicht besonders schwieriges – mathematisches Rätsel.
Man nehme zwei Blätter im Format DIN A0. Jedes dieser Blätter hat bekanntlich eine Fläche von 1 m². Nun lege man die beiden Blätter so übereinander, dass genau eine Diagonale des einen Blattes auf einer Diagonalen des anderen Blattes liegt. Die Blätter liegen also nicht kongruent übereinander, sondern sind zueinander verdreht. Die Lage der Blätter ist auf der nebenstehenden Skizze dargestellt.
Die Frage lautet: Wie groß ist die Schnittfläche der beiden Blätter, also das Parallelogramm in der Mitte?





